tod in der fremde -
dissolving territories

26. Februar 2021, 19 Uhr

mit Sinthujan Varatharajah und Senthuran Varatharajah
moderiert von Anina Mathivannan

Sin­thu­jan Varat­ha­ra­jah ist poli­ti­scher Geo­graph, For­scher und Essay­ist. Varat­ha­ra­jah arbei­tet zu den The­men Macht­geo­gra­phien, räumliche Ungleich­hei­ten und poli­ti­sche Ver­trei­bun­gen. Mit der Aus­stel­lung, “wie man* eine Arche bewegt”, die die deutsch-deut­sche Tei­lung durch die Grenz­be­we­gun­gen von tami­li­schen Geflüchteten neu beleuch­tet, war Varat­ha­ra­jah 2021 Teil der 11. Ber­li­ner Bien­na­le für zeitgenössische Kunst. Gemein­sam mit Iris Raja­na­ya­gam ko-kura­tiert Sin­thu­jan Varat­ha­ra­jah seit 2018 die zuletzt von der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung geförderte Ver­an­stal­tungs­rei­he “dis­sol­ving ter­ri­to­ries: kul­tur­geo­gra­phien eines neu­en eelams” in Ber­lin. Varat­ha­ra­jah arbei­te­te zuvor als Bera­ter für die städtische Ein­glie­de­rung von geflüchteten Men­schen für die Europäische Kom­mis­si­on und den Ber­li­ner Senat. Varat­ha­ra­jahs ers­tes Buch erscheint im Frühjahr 2022 bei Han­ser­blau.

Sen­thu­ran Varat­ha­ra­jah ist Schrift­stel­ler. Stu­di­um der Phi­lo­so­phie, ev. Theo­lo­gie und der vergl. Reli­gi­ons- und Kul­tur­wis­sen­schaft an der Philipps-Universität Mar­burg, der Humboldt-Universität zu Ber­lin und am King’s Col­le­ge Lon­don. 2016 Veröffentlichung des viel­be­ach­te­ten und mehr­fach aus­ge- zeich­ne­ten Debütromans Vor der Zunah­me der Zei­chen im S. Fischer Ver­lag. Vor der Zunah­me der Zei­chen wur­de unter ande­rem mit dem 3Sat-Preis während der 38. Tage der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur, dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, dem Rau­ri­ser Lite­ra­tur­preis, dem Förderpreis des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses, dem Kra­nich­stei­ner Literaturförderpreis, dem Arbeits­sti­pen­di­um der Kul­tur­ver­wal­tung des Ber­li­ner Senats sowie dem Alfred-Döblin-Stipendium der Ber­li­ner Aka­de­mie der Künste aus­ge­zeich­net. Sen­thu­ran Varat­ha­ra­jah lebt in Ber­lin. Varat­ha­ra­jahs zwei­ter Roman rot (hun­ger) erscheint im Frühjahr 2022 bei S. Fischer.

Veranstaltungsbeschreibung

Was bedeu­tet es, im Exil zu Ster­ben? Was pas­siert mit den Körpern von staa­ten­lo­sen Men­schen nach deren Tod? Wel­che Aus­wir­kun­gen haben Ver­trei­bung und Grenz­po­li­ti­ken auf Todes­ri­tua­le von Exilant*innen? Wel­che Rol­le spie­len Vetrei­bung und Land­lo­sig­keit beim Ster­ben? Wel­che Rol­le spielt der Tod für die, die vor ihm flie­hen konn­ten? Wie verhält sich die Dia­spo­ra zu ihm, der der Grund war, dass es eine Dia­spo­ra gibt?

Die­sen Fra­gen wer­den wir uns in der Ver­an­stal­tung „tod in der frem­de“ wid­men. Wir laden euch herz­lich ein, mit uns dazu ins Gespräch zu kommen.